Gesundheit

Ein Teich ist eine erholsame und beruhigende Wasserstätte. Damit das System nicht nur schön angelegt, sondern auch funktioniert, sollten schon bei der Planung ein paar wesentliche Dinge berücksichtigt werden.

• Grundsätzlich gilt: je größer der Teich umso stabiler das Ökosystem.

• Damit die Fische besser überwintern können, sollte der Teich mind. 1,50m tief sein.

• Der Standort sollte in der Sonne sein, ideal wären ca. 6 Stunden am Tag. Zuviel Sonne führt zu verstärkter Algenbildung und Reduzierung des Sauerstoffgehaltes.

 

Vorbeugen ist besser als Heilen!

In Teichen gehaltene Koi fehlt vieles was in Naturteichen vorhanden ist. Die Koi können in der Regel keine Naturnahrung aufnehmen, um sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Ebenfalls werden in einem künstlich angelegten Teich keine Mineralien und Salze aus dem Boden ausgewaschen.

Oftmals leiden sie nach kalten und fütterungsarmen Monaten an Konditions- und Immunschwäche und sind besonders anfällig für Parasiten, Bakterien oder Viren, sowie organische Krankheiten. Für die Gesundheit der Fische ist daher eine ausgewogene und gesunde Ernährung sehr wichtig. Die unterschiedlichen Futtersorten versorgen die Koi mit speziellen Nährstoffen und sorgen für ein gesundes, kraftvolles Wachstum.

Futter:

Es sollte die der Jahreszeit entsprechende Futtermenge und Futterart verwendet werden.

Winter:

Koi-Fit-Plus sinkend: Viele sagen man kann bis 8° Grad füttern, wir empfehlen sogar über den Winter zu füttern. Welcher Karpfen hört im Winter auf zu Fressen wenn er etwas findet?! Karpfen besitzen keinen Magen sondern nur Gedärme. Sie gehören zu der Gattung der wechselwarmen Tiere die im Winter ihren Stoffwechsel runterfahren müssen. Wir empfehlen daher unter 10° Grad das Schwimmfutter auf fettreiches Sinkfutter umzustellen damit der Koi nicht an die kalte Oberfläche kommen muss.

 

Frühjahr und Herbst:

Koi-Fit-Plus, ist das ideale Futter für die kälteren Jahreszeiten. Es enthält besonders viele Vitamine, ist besonders leicht verdaulich und erleichtert dem Fisch die Nährstoffaufnahme. Es ist unentbehrlich für die Gesunderhaltung der Koi bei niedrigen Wassertemperaturen. Besonders geeignet zur Bildung hoher Energiereserven vor der Überwinterung und zur schnellen Erholung im Frühjahr.

 

 Sommer:

Koi-Fit-Plus schwimmend: Ab 18° Grad Wassertemperatur sollte proteinreiches Futter gefüttert werden

Koi Fit Plus als Sink oder Schwimmfutter (Protein 38%, Fett/Fischöl 16%, Lysin 2%, L-Carotine, Microalgen und Huminstoffe)

 

Farbfutter:

Koi-Fit-Plus colour: mit 6% Spirulina Anteil, Spirulina gehört zu der Gattung der Blaualgen und ist schon lange bekannt als exzellente Nahrungsergänzung und optimaler Farbverstärker. Spirulina stärkt zusätzlich das Immunsystem, reduziert die Möglichkeit einer Viruserkrankung und reinigt Teile des Verdauungstraktes.

 

Seidenraupen:

Werden in Japan bereits seit Jahrzehnten in professionellen Koi Zuchten erfolgreich gefüttert. Seidenraupen fördern das Wachstum, pflegen die Hautqualität, geben Glanz, intensivieren die Farbpigmentierung, stärken das Immunsystem und verbessern die Körperform der Koi.

 

Als Zusatz bzw. Abwechslung:

Unbehandelte Orangen vierteln und samt Schale in den Teich geben (Schale gut säubern) Blattsalate aus biolog. Anbau Knoblauch: Es gibt Öle die mit Knoblauch angereichert sind und dem Futter beigemischt werden können.

Jakob´s Koi-Brot: Kommen Sie vorbei und holen sich ein Rezept.

Nahrungsergänzungsstoffe:

Koi Vits:Vitaminspray fürs Futter. Enthält alle Vitamine des kritischen B-Komplexes und die vier wichtigen essentiellen Aminosäuren. Die vielschichtigen Wirkungen der B-Komplexe-Vitamine im Verbund mit den Aminosäuren verbessern • das gesamte Wohlbefinden• das Wachstum• die Vermehrung• die Futterverwertung• das Immunsystem

Propolis: wirkt antibakteriell, antibiotisch, desinfizierend, entgiftend und wundheilend. Diese positive Funktionen werden durch vitalisierende Eigenschaften wie Steigerung der Sauerstoffaufnahme des Gewebes und Erhöhung der Widerstandskraft gegen Kälte ergänzt.

Ergänzungsstoffe für den Teich:

Refresh: ist das reinste, mit Kalzium angereicherte Tonmineral (Montmorillonit), welches derzeit auf dem Markt erhältlich ist. Montmorillonit gilt bei japanischen Koizüchtern als die beste und sicherste Methode, das Teichwasser mit den wichtigen und natürlichen Mineralien anzureichern. Refresh verbessert die Gesundheit ihrer Koi und regt zeitgleich den Appetit der Fische an.

Gill Wash: In den Kiemen der Fische findet der Gas- und Ionenaustausch statt. Dieses Fischorgan ist sehr sensibel und kann durch schlechte Wasserqualität und äußere Umwelteinflüsse beschädigt werden. Gill Wash hat zwei Funktionen: Zum einen hat es eine antibakterielle und antiparasitäre Wirkung an den Kiemen, zum anderen entfernt es überschüssigen Schleim an den Kiemen, so dass der Fisch leichter „atmen“ kann.

 

Wasserwechsel:
in der Woche 10% wäre optimal
Filterreinigung:
Je nach Verschmutzung und Bedarf nicht Vergessen die Rohre durchzuspülen
Belüftung:
biologischer Filter muss sehr stark belüftet sein
UV-Lampe:
jährlicher Wechsel der UV-Lampe bei T5-Lampen nach Bedarf bei Amalgan-Lampen Kontrolle der Koi auf Parasiten, besonders im Frühjahr und Herbst durch einen Abstrich um eventuell darauf reagieren zu können

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Salz:
Vor dem Winter den Teich auf 0,3% Salzgehalt aufsalzen. Wir empfehlen Meersalz oder unjodiertes Salz
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Warum: Salz erhöht die Schleimhautbildung, fördert den Stoffwechsel, erhöht den Leitwert und erleichtert die Osmoseregulierung (Osmose steht für den Wasser und Mineralaustausch über die Haut) der Sauerstoff kann sich besser ans Wasser binden.

 

Die wichtigsten zu kontrollierenden Wasserwerte sind:

Säuregrad (pH-Wert):
es gibt keinen absolut korrekten pH-Wert für alle Teichfische, obwohl im Idealfall der Wert zwischen 7 und 8 liegen sollte. Das Wichtigste ist, dass der pH-Wert nicht zu großen Schwankungen unterliegt, da dies bei den Fischen Stress verursacht.

Härte (gH-Wert):
Die Wasserhärte ist ein Maß für die Gesamtsumme der im Wasser gelösten Mineralien (Kalzium und Magnesium). In Abhängigkeit der Menge der gelösten Mineralien kann das Wasser entweder “weich” oder “hart” sein. Je höher der Mineraliengehalt, desto härter das Wasser. Eine Wasserhärte von mindestens 8° dH ist erforderlich, damit die biologischen Prozesse des Teiches nicht zum Stillstand kommen. Der Idealwert liegt zwischen 10 und 15° dH.

Karbonathärte (KH):
Der KH-Wert ist ein Maß für die Pufferkapazität des Teichwassers. Pufferkapazität bedeutet wie gut der Teich Änderungen des pH-Wertes widerstehen kann. Teiche übersäuern nach gewisser Zeit. Dieses Absinken des pH-Wertes ist auf das Ausscheiden organischer Säuren seitens der Fische (Urin), sowie das Freisetzen saurer Substanzen von den nützlichen Bakterien im Teich und im Filter zurückzuführen. Die Pufferwirkung des Teiches wirkt diesen Veränderungen entgegen indem sie diese Säuren aufnimmt und einem Absinken des pH-Wertes entgegenwirkt. Der KH-Wert sollte zu jeder Zeit mindestens 4° dH betragen, besser ist jedoch ein KH-Wert zwischen 6° und 8° dH.

Ammonium/Ammoniak:
Ammonium wird von den Fischen als Abfallprodukt ausgeschieden. Ammonium an sich ist relativ ungiftig; giftig wird es, wenn es in Ammoniak umgewandelt wird. Es ist extrem giftig für die Fische und wird von den nützlichen Bakterien im Filter in weniger giftiges Nitrit umgewandelt. In Teichen, die nicht ausreichend Filterbakterien enthalten, um mit den Ausscheidungsprodukten der Fische fertig zu werden, kann sich leicht giftiges Ammoniak ansammeln. Diese Situation kann z.B. in neuen Teichen entstehen oder beim Einsetzen neuer Fische. Der Ammoniakwert sollte zu jeder Zeit 0 mg/l betragen.

Nitrit:
Nitrit entsteht, wenn die nützlichen Bakterien die schädlichen Ausscheidungen der Fische zersetzen. Nitrosomas-Bakterien wandeln Ammoniak in Nitrit um. Nitrit ist weniger giftig als Ammoniak, dennoch ist es äußerst schädlich für die Gesundheit der Fische. Der Nitritwert sollte zu jeder Zeit 0 mg/l betragen. Er darf nicht höher als 0,1 mg/l liegen, ab 2 mg/l ist das Hämoglobin nicht mehr in der Lage Sauerstoff zu binden und die Fische sterben an Sauerstoffmangel.

Nitrat:
Nitrat entsteht wenn die nützlichen Bakterien die giftigen Ausscheidungsprodukte der Fische (Ammoniak und Nitrit) zersetzen. Nitrat ist ein Pflanzennährstoff. Je mehr Nitrat im Teich vorhanden ist, desto schneller wachsen die Algen im Teich.

 

Wie erkenne ich eine eventuelle Erkrankung bei einem Koi?

Hier gilt:

Es gibt fast soviel Symptome als Erkrankungen. Untrügliches Kennzeichen für eine Erkrankung oder eine Stresssituation ist:

 

• Flossen klemmen

• am Beckenboden liegen

• nicht fressen

• sich absondern

• Weiße Beläge auf den Schnuppen

• Watteartige Beläge auf den Schuppen

• mit dem Bauch nach oben schwimmen (schlechtestes Symptom)

 

 

Wichtig: Zuerst die Diagnose und dann die Behandlung!

Wie reagiere ich auf Erkrankungen?

Noch einmal: Zuerst die Diagnose durch einen Tierarzt und dann die Behandlung.

Sie sollten ruhig und besonnen an die Sache gehen. Unbedachter Einsatz von Medikamenten macht die Sache nur noch schlimmer. Zuerst muss eine fundierte Diagnose gestellt werden und dann die entsprechende Maßnahme nach striktem Plan durchgeführt werden. Grundsätzlich gilt: Fische sollten am Tag der Behandlung NÜCHTERN sein!

 Bei manchen Medikamenten wird eine Ausnüchterung von zwei Tagen vorgeschrieben. Ebenfalls sollte in der Zeit der Behandlung die UVC Lampe abgeschaltet werden. UVC Licht setzt die Wirksamkeit der Medikamente herab. VORSICHT: Kombinationen von unterschiedlichen Medikamenten können toxisch wirken.

Wir haben hier sehr bewusst auf eine Dosierungsanleitung für verschiedene Medikamente bzw. Heilmittel verzichtet. Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass Medikamente ausschließlich durch einen Tierarzt verschrieben bzw. abgegeben werden sollten. Wir möchten auch ausdrücklich darauf hinweisen, dass diese Angaben nicht zur Behandlung von ihren Koi gedacht sind.

Abgabe von Medikamenten und deren Gebrauch ist ausschließlich durch medizinisches Fachpersonal gestattet!

Sollten Sie trotzdem Probleme mit Ihren Fischen haben?

Eine Spezialistin in Sachen Koi haben wir mit Dr. Ilka Schumacher gefunden. Seit dem Jahr 2002 befasste sich Ilka intensiv mit Fischkrankheiten und dem Gesundheitsmanagement sowohl von Zier- als auch Nutzfischen. Unsere Fische werden jedes Jahr öfters von der Firma Fischpraxis untersucht und kontrolliert.

 

Dr. Ilka Schumacher
CH 9463 Oberriet
Mobil: 0041-(0)79-103 56 99
www.fischpraxis.ch
info@fischpraxis.ch

 

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Das Team

Seit mehreren Jahren sind wir begeisterte Koi-Liebhaber

Werner Peiskar
Hannes Pascottini